• madamedamm

"Wie schaffst du das?"

Die häufigste Frage, die mich ereilt, wenn ich nach Themenwünschen frage, ist: „Wie schaffst du das?“ Und ich drücke mich schon eine ganze Weile um diese Frage herum, denn: „Ist das denn so? Schaffe ich das?“ Und wenn ja, dann wüsste ich auch gerne: „Wie eigentlich?“

Jeden Dienstag versuche ich den Wahnsinn in Worte zu fassen, ein Stückchen Mama-Alltag in zwei Minuten zu packen. Und das ganz und gar ehrlich, ohne die zugrundeliegende Anstrengung zu schmälern. Aber eben doch so, dass wir die Alltagsdinge ein klein wenig leichter nehmen können, du im besten Fall im nächsten Schlamassel auch ein wenig schmunzeln kannst.


Von der permanenten Gleichzeitigkeit


Wenn es darum geht, den Alltag mit Kindern zu beschreiben beziehungsweise das, was da eigentlich so verrückt anstrengend ist, dann tue ich mir oft selbst schwer. Denn Mamasein bedeutet ja die permanente Gleichzeitigkeit von allem. Aufgaben aller Art, Gedanken aller Art, Gefühle aller Art und Zuständigkeiten aller Art. Wie willst du das in ein paar logische (!) Sätze packen?


Eine kann's wie keine: meine Mutter!


„Warum sind wir jetzt eigentlich so fertig?“, fragte ich kürzlich meine Mutter und rieb mir erschöpft die Stirn. Zu diesem Zeitpunkt saßen wir Schulter an Schulter auf unserem Küchenboden. Die Uhr über unseren Köpfen zeigte gerade mal halb drei.


„Ja, weißt du, mein Schatz, morgens, wenn alle das Haus verlassen haben, dann ist man ja erstmal kurz voller Energie. Dann macht mal das Nötigste, saust durch vier Schlafzimmer (Anm. d. A.: Es sind nur drei: ein Elternschlafzimmer und zwei geteilte Kinderzimmer, aber ja, ich finde auch, es fühlt sich morgens nach entsetzlich vielen Zimmern an!), räumt schmutzige Wäsche weg, macht dies, macht das, zack-zack. Und dann ist Ruhe. Man macht sich einen Kaffee und es beschleicht einen der Gedanke: Ach, eigentlich ist das alles machbar. Eigentlich ist das gar nicht so schlimm. Und dann, aber dann geht’s los, du!“


Ein Fazit und was wir draus machen


Ich habe den etwa fünfminütigen Monolog meiner Mutter aufgenommen. Und ich habe ihre Erlaubnis, öffentlich zu machen, was uns an selbigem Tag zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr an Alltag ereilte. Aber das übersteigt hier meinen zeitlichen Rahmen. Darum möchte ich nur die abschließenden Sätze meiner Mutter mit dir teilen: „Es ist nicht schaffbar. Nein, nicht mal zu zweit. Aber jetzt los, mein Schatz, mach uns Kaffee!“


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