• madamedamm

Was willst denn du?


Glückliche Kinder und einen Tisch für sechs?!

Ja, was will ich denn? Im Eifer des Familiengefechts geht’s meist um die Bedürfnisse der Kinder. Einer hat Hunger, der andere muss Pipi, dem dritten ist kalt und dem vierten genau jetzt in diesem einen ungünstigen Moment nach Bewegung. Aber ich? Was ist eigentlich mit mir?

Klar. Ich habe Hunger. Dann stopf ich mir was rein. Ich muss Pippi, dann sause ich. Kalt ist mir nie, denn ich bewege mich – selten aus einem Bedürfnis heraus und schon gar nicht aus Freude am Sport. Das Rennen gehört für mich zum Mamaalltag wie… Ja, was eigentlich?

Manchmal vergesse ich mich. Wenn ich in meinem Abarbeitmodus gefangen bin. Im Mamsterrad stellt sich die Frage nach den eigenen Bedürfnissen nicht. Ich komme selten dazu, mir mal in Ruhe Gedanken zu machen. Dabei hätten da alle was von!


Was mich entspannt? Dass ich mich in einer Sache auf mich verlassen kann. Dass ich – bevor sich mein Akku völlig erschöpft – zielsicher, wie ferngesteuert, an meinen Kraftort gehe. Mal ist das eine Tasse Kaffee und abends meist die Couch. Manchmal dusche ich lang. Länger als lang. Einmal am Tag, da brülle ich. Tief aus mir raus, das tut mir gut. Manchmal auch leid, aber auch das muss dann sein. Danach bin ich auch schnell wieder recht vergnüglich. Im Endeffekt bedeutet Selbstfürsorge genau das für mich.


Und manchmal, da trick’s ich mich einfach aus. Dann setz‘ ich mich mittenrein in unser Chaosgetümmel und blende für einen kleinen Moment alles andere aus. Ich mach die Augen zu und frage mich: Was will denn ich?


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